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Hans Tilkowski
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Hans Tilkowski (* 12. Juli 1935 in Dortmund-Husen; â 5. Januar 2020cite-ref-1[1]) war ein deutscher FuĂballspieler und -trainer. Als Torwart absolvierte er von 1955 bis 1963 in der damals erstklassigen FuĂball-Oberliga West bei Westfalia Herne 219 Ligaspiele und gewann mit Herne in der Saison 1958/59 die westdeutsche Meisterschaft. Von 1963 bis 1967 hĂŒtete er in 81 Bundesligapartien das Tor von Borussia Dortmund. Er gewann mit Dortmund 1965 den DFB-Pokal und 1966 den Europapokal der Pokalsieger. Am 19. Dezember 1956 stand er im Tor des zweiten LĂ€nderspiels der deutschen U-23-Nationalmannschaft gegen Belgien. Am 26. Februar 1958 kam er ebenfalls gegen Belgien zu einem weiteren JuniorenlĂ€nderspiel.
Am 3. April 1957 debĂŒtierte Tilkowski in der A-Nationalmannschaft. FĂŒr sie bestritt er von 1957 bis 1967 39 LĂ€nderspiele. 1962 gehörte er bei der FuĂball-Weltmeisterschaft in Chile zum Kader, wurde aber nicht eingesetzt. 1966 wurde er mit dem DFB-Team in England Vizeweltmeister. 1965 wurde er zum FuĂballer des Jahres gewĂ€hlt. Tilkowski lehnte jegliches Showgehabe ab und agierte sachlich, mit perfektem Stellungsspiel und stets im Dienste der Mannschaft.cite-ref-2[2]
Contents
âą Spielerlaufbahn
âą Jugend, bis 1955
âą Trainer
âą Verein
âą Individuell
âą Werke
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Spielerlaufbahn
Jugend, bis 1955
Tilkowski war der Sohn eines Bergmanns und wuchs in bescheidenen VerhĂ€ltnissen im Dortmunder Stadtteil Husen auf. Die Familie wohnte in der Zechenkolonie direkt an der Bahnlinie KamenâDortmund in einem Achtfamilienhaus in der Westicker StraĂe 44.cite-ref-3[3] Unter der Obhut von Vater Johann und Mutter Martha erlebten die Kinder â neben Hans noch die Schwestern Brunhilde und Renate â eine Kindheit, die der spĂ€tere Nationalspieler trotz der materiellen EinschrĂ€nkungen in guter Erinnerung hatte und an die er gerne zurĂŒckdachte. Mit elf Jahren trat er 1946 dem kleinen SV Husen 19 bei und stĂŒrmte zunĂ€chst im Angriff auf RechtsauĂen. In den entbehrungsreichen Nachkriegsjahren lernte er wie fast alle Kinder aus der Zechenkolonie âden sorgfĂ€ltigen und sparsamen Umgang mit allem, was halbwegs genieĂbar warâ.cite-ref-4[4] Lebensmittel waren in Tilkowskis Kindheit und Jugend fĂŒr viele Menschen knapp. Bei der SportausĂŒbung hatte man mit MĂ€ngeln in der AusrĂŒstung fĂŒr das FuĂballspiel wie auch mit den meist nur zufĂ€lligen Transportmöglichkeiten zu AuswĂ€rtsspielen zu kĂ€mpfen. Als bei einem Spiel der regulĂ€re TorhĂŒter fehlte, schickte ihn der SpielfĂŒhrer ins Tor und Tilkowski hatte damit seine Position gefunden. Von 1947 bis 1950 boxte er neben dem FuĂball auch noch beim Boxring Kaiserau.cite-ref-referencea-5-0[5] Der junge Tilkowski brauchte viel Bewegung, freute sich auf jedes Training, jedes Spiel und jeden Wettkampf.cite-ref-referencea-5-1[5] In seiner Zeit beim SV Husen lernte er den dort spielenden jungen Alfred PreiĂler kennen. Die eigentliche Karriere im FuĂball begann 1949 nach seinem Wechsel in die Jugend von SuS Kaiserau. Schon als StraĂenfuĂballer spielte er mit Erich Pawlak (1954â1961: VfL Bochum, 131 Oberligaspiele/33 Tore), was sich in den SchĂŒler- und Jugendmannschaften, dann in der 1. Mannschaft beim SuS Kaiserau und auch in der Westfalen-Auswahl fortsetzte.cite-ref-6[6] Der Sportplatz an der JahnstraĂe in Kaiserau befand sich in unmittelbarer NĂ€he zu seinem Elternhaus; was aber fĂŒr seine Leistungsentwicklung noch bedeutungsvoller war, er lag direkt neben der Sportschule des FuĂball- und Leichtathletikverbandes Westfalen.
Den ehrgeizigen und lernwilligen Nachwuchstorwart zog es nun so oft wie möglich zur Sportschule. Sie wurde zu seinem zweiten Zuhause; ob zum Beobachten des Trainings der Oberligakeeper von Westfalia Herne, Schalke 04 und Borussia Dortmund, die vor bedeutenden Spielen in der Sportschule Quartier bezogen, oder zum tĂ€glichen Sondertraining durch den damaligen Verbandssportlehrer Herbert Widmayer und seinen damaligen Assistenten und spĂ€teren Nachfolger Walter Ochs. Tilkowski hielt rĂŒckblickend fest:cite-ref-7[7]
âHier, in der Talenteschmiede Kaiserau, wird die eigentliche Basis fĂŒr meine TorhĂŒter-Karriere gelegt. Was die beiden mit mir gearbeitet haben!â
Ab dem 1. April 1950 fing seine Lehre als Stahlbauschlosser bei einem Bergbauzulieferer im benachbarten Kurl an. In dieser Phase wurde er zum ersten Lehrgang vom Westdeutschen FuĂball-Verband unter Dettmar Cramer nach Duisburg eingeladen, wo er die Lehrmethodik von Bundestrainer Sepp Herberger erfuhr, die fĂŒr ihn prĂ€gend wurde. In den Sportschulen erlernte er die technischen Grundlagen des Torwartspiels. Neben dem Torwarttraining nahm er aber auch immer am Mannschaftstraining teil,cite-ref-8[8] was er spĂ€ter als Profi beibehielt.
Ein prĂ€gendes Vorbild gab es fĂŒr ihn nicht. Trotzdem imponierte ihm die Ruhe, die der WM-TorhĂŒter von 1954, Toni Turek, ausstrahlte, sehr. Menschlich beeindruckt war er von seinem NationalmannschaftsvorgĂ€nger Fritz Herkenrath, der fĂŒr ihn insbesondere die Sachlichkeit im Torwartspiel, aber auch im zivilen Leben verkörperte. Ebenso war fĂŒr Tilkowski der sowjetische TorhĂŒter Lew Jaschin ein Mann, von dem man sich Details abschauen konnte, wie das auch spĂ€ter fĂŒr Gordon Banks galt.cite-ref-effekt-9-0[9]
Im Sommer 1953 verlor der damals 17-jĂ€hrige Tilkowski mit der A-Jugend von SuS Kaiserau zwar das Endspiel um die WestfĂ€lische Jugendmeisterschaft, wurde aber umgehend in die erste Mannschaft berufen, die in der Landesliga spielte. FĂŒnfmal stand er im Tor der westfĂ€lischen Amateure und wurde auf diesem Weg auch fĂŒr die Amateurnationalmannschaft des DFB interessant. Da er aber nicht bis nach den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne Amateur bleiben wollte, verzichtete er im Jahr 1955 auf diese Berufung und ĂŒberlegte, zu welchem Oberligaverein er zur Saison 1955/56 gehen sollte. Schalke wĂ€re fĂŒr ihn die ErfĂŒllung eines Jugendtraumes gewesen, aber mit Manfred Orzessek stand bei den âKnappenâ ein nur schwer zu verdrĂ€ngender Könner im Tor, und Tilkowski wollte nicht als Ersatzmann in die Oberliga wechseln. Gegen die weiteren Interessenten PreuĂen MĂŒnster, 1. FC Köln, VfL Bochum und den Wuppertaler SV entschied er sich aus sportlichen GrĂŒnden zugunsten von Westfalia Herne, wo er die besten Einsatzmöglichkeiten sah. Gleichzeitig kam mit Trainer Fritz Langner ein anerkannter Fachmann fĂŒr das TorhĂŒtertraining sowie ein Mann, der auf den Nachwuchs baute, nach Herne.cite-ref-10[10]
Oberliga West, 1955 bis 1963
Der junge Mann aus Dortmund-Husen lag mit seinen Erwartungen richtig. Langner schenkte ihm bereits am Starttag der Runde 1955/56, dem 27. August 1955, beim AuswĂ€rtsspiel gegen Schwarz-WeiĂ Essen das Vertrauen. Die Westfalia gewann bei der Mannschaft vom Uhlenkrug mit 2:1 Toren und der Neuzugang aus Kaiserau absolvierte an der Seite von Alfred Pyka, Werner Hesse, Kurt Sopart, Josef Bothe, Willi Overdieck, GĂŒnter Grandt, Helmut Benthaus und Gerhard Cyliax in seinem DebĂŒtjahr in der Oberliga West 26 von 30 Pflichtspielen. In den zwei nĂ€chsten Runden versĂ€umte er nur ein Ligaspiel und war ein Hauptgarant dafĂŒr, dass sich die Mannschaft vom Stadion am Schloss StrĂŒnkede jeweils den Klassenerhalt sichern konnte. Bereits in seinem zweiten Jahr in Herne, 1956/57, spielte er sich in das Notizbuch von Bundestrainer Sepp Herberger. Am 3. November 1956 stand er das erste Mal im Tor einer DFB-Mannschaft. In Frankfurt hĂŒtete der junge Westfalia-TorhĂŒter bei einem Testspiel gegen Eintracht Frankfurt das GehĂ€use einer DFB-Auswahl. Vierzehn Tage spĂ€ter, am 21. November, debĂŒtierte der 21-JĂ€hrige beim LĂ€nderspiel in ZĂŒrich gegen die Schweiz in der B-Nationalmannschaft, ehe er mit dem Einsatz am 19. Dezember in LĂŒttich gegen Belgien in der Juniorennationalmannschaft U 23 das Jahr abschlieĂen konnte. Im MĂ€rz 1957 schlossen sich zwei weitere B-LĂ€nderspiele an, ehe Tilkowski am 3. April 1957 in Amsterdam sein DebĂŒt in der A-Nationalmannschaft beim LĂ€nderspiel gegen die Niederlande feiern konnte.
Herne wurde vor der Saison 1958/59 nicht zum Kreis der Meisterschafts-Favoriten gezĂ€hlt. Dies schlossen die RĂ€nge 13. (1955, 1956), 11. (1957) und 12. in der Runde 1957/58 objektiv aus. Daran Ă€nderte auch die Zugehörigkeit des jungen NationaltorhĂŒters sowie der zwei Mitspieler Alfred Pyka und Helmut Benthaus zum Team der Westfalia nichts. Titelverteidiger Schalke 04, Vizemeister 1. FC Köln, Fortuna DĂŒsseldorf und Borussia Dortmund schienen fĂŒr Herne sportlich nicht erreichbar. Mit dem imponierenden Wert von nur 23 Gegentreffern in 30 Ligaspielen â Tilkowski hatte kein Ligaspiel ausgelassen â verwies Herne die Verfolger 1. FC Köln, Fortuna DĂŒsseldorf, VfL Bochum und Borussia Dortmund im Ligabetrieb aber auf die PlĂ€tze und holte mit sechs Punkten Vorsprung vor den punktgleichen Verfolgern aus Köln und DĂŒsseldorf die Meisterschaft. Piorr hĂ€lt unter anderem zu Tilkowski fest: âDer charismatische TorhĂŒter war das Gesicht einer jungen Mannschaft, die Ende der fĂŒnfziger Jahre fĂŒr Furore in der Oberliga West sorgte. Auch allgemein galt Hans Tilkowski, meist ganz in schwarz gekleidet und auf Fotos eine stoische Ruhe und Gelassenheit zwischen den Torpfosten ausstrahlend, als einer der Initiatoren des 'Wunders von Herne'â.cite-ref-11[11] Mitspieler Alfred Pyka erinnerte sich:cite-ref-12[12]
âDer Hans hat mit einer ĂŒberragenden Leistung ĂŒberhaupt erst dafĂŒr gesorgt, dass wir mit so vielen Punkten Vorsprung Westmeister wurden. Wir haben etliche Male âzu Nullâ gespielt.â
Neben der Defensive und der konstanten Mannschaftsleistung â in 15 Heimspielen gab es 14 Siege und lediglich ein 1:1-Remis gegen den 1. FC Köln â trug auch die unerwartete Trefferquote des jungen MittelstĂŒrmers Gerhard Clement â mit 28 Toren holte er sich die TorschĂŒtzenkrone in der Oberliga West â zu dem Erfolg bei. Im Jahr der Titelverteidigung, 1959/60, errang Herne hinter dem Meister 1. FC Köln die Vizemeisterschaft und Tilkowski konnte sich dadurch 1959 und 1960 in insgesamt 13 Endrundenspielen um die deutsche FuĂballmeisterschaft auszeichnen. Als 1959/60 die Vizemeisterschaft errungen wurde, kam âTilâ am 27. Spieltag, den 27. MĂ€rz 1960, bei einem 2:2-Heimremis gegen Hamborn 07 zu einem Feldspielereinsatz: Er hatte sich in der 48. Minute am Finger verletzt, musste vom Platz und wurde von AuĂenlĂ€ufer Losch im Tor ersetzt. Um die 60. Spielminute kam er mit Handverband wieder ins Spiel zurĂŒck, rĂŒckte jetzt aber in den Innensturm und war am 2:2-Ausgleichstreffer in der 80. Spielminute beteiligt.cite-ref-13[13] Fritz Langner war fĂŒr Tilkowski der richtige Trainer zur richtigen Zeit und am richtigen Ort.cite-ref-14[14] Auch beruflich hatte der Schritt nach Herne positive Auswirkungen fĂŒr Tilkowski. Bei einer ElektrizitĂ€tsgesellschaft konnte er sich zum technischen Kaufmann umschulen lassen, fand bei seinem Chef viel VerstĂ€ndnis fĂŒr seinen sportlichen Ehrgeiz und konnte dadurch auch auĂerhalb des regulĂ€ren Trainings Sonderschichten mit Langner einlegen.cite-ref-15[15]
Nach dem letzten Jahr der alten erstklassigen FuĂball-Oberliga, 1962/63, verabschiedete sich Hans Tilkowski mit 219 Pflichtspielen in acht Runden aus der Oberliga Westcite-ref-16[16] und schloss sich 1963/64 zum Start der neu eingefĂŒhrten FuĂball-Bundesliga in seiner Heimatstadt Borussia Dortmund, dem neuen Deutschen Meister 1963, an. Die Borussia hatte am 29. Juni 1963 das letzte Finale nach den Endrundenspielen um die deutsche Meisterschaft mit 3:1 Toren gegen den 1. FC Köln gewonnen. Von 1955 bis 1963 hatte Tilkowski zusammen mit Heinrich Kwiatkowski, Fritz Herkenrath, Helmut Schiffer, Alfred Schmidt, Manfred Orzessek, Fritz Ewert, Helmut Traska, Herbert Eiteljörge und Horst Podlasly das Bild des TorhĂŒters in der Oberliga West geprĂ€gt.
Bundesliga, 1963 bis 1969
Der 18-fache NationaltorhĂŒter Tilkowski gehörte zu den Spielern, die am Samstag, dem 24. August 1963, den Start in die neu installierte Bundesliga vollzogen. Dortmund spielte bei Werder Bremen und BVB-HalbstĂŒrmer Friedhelm Konietzka erzielte nach 60 Sekunden das erste Bundesligator. Werder entschied das DebĂŒtspiel in der zweiten Halbzeit mit 3:2 Toren fĂŒr sich. Dortmund platzierte sich unter Trainer Hermann Eppenhoff am Rundenende auf dem vierten Rang und Tilkowski hatte in 21 Ligaspielen im Tor gestanden. Bernhard Wessel war in sechs und Altmeister Kwiatkowski in drei Spielen zum Einsatz gekommen. Trotz des DebĂŒts der Bundesliga waren aber 1963/64 fĂŒr Tilkowski und seine Mannschaftskameraden die Spiele im Europacup der Landesmeister gegen Lyn Oslo, Benfica Lissabon, FK Dukla Prag und Inter Mailand herausragend. Am 6. November 1963, einem Mittwochabend in Lissabon, setzte Benficas in ganz Europa bekannte Offensive mit Augusto, Santana, Eusebio, Coluna und SimĂ”es die Schwarz-Gelben aus Dortmund mit einer Daueroffensive derart unter Druck, dass nur GlĂŒck, das Durchhalten der BVB-Defensive und ein ausgezeichneter Tilkowski im Tor eine hohe Niederlage verhindern konnten. RĂŒckblickend stufte Tilkowski sein Spiel in Lissabon, als âeine der besten TorhĂŒter-Leistungen meiner Laufbahnâ ein.cite-ref-17[17] Mit dem Resultat von 1:2 nach Toren von SimĂ”es (46.), Wosab (54.) und EusĂ©bio in der 59. Spielminute kam die Elf von Trainer Eppenhoff gegen eine eindeutig ĂŒberlegene Benfica-Elf sehr glimpflich davon. Am 4. Dezember wurde der ohne Stammkeeper Alberto da Costa Pereira und StarstĂŒrmer EusĂ©bio angetretene Finalist der Jahre 1961 bis 1963, Benfica Lissabon, im Stadion Rote Erde mit 5:0 Toren aus dem Wettbewerb eliminiert. Weinrich schreibt dazu in seinem Europapokalstandardwerk:cite-ref-18[18]
âEine entfesselte Borussia schoss die völlig konsternierten Portugiesen in der Roten Erde mit einem sagenhaften 5:0 förmlich ab. Die Absenz von Eusebio und Stammkeeper Costa Pereira konnte dieses Debakel allein nicht erklĂ€ren â nein, die Borussen erwischten einen Sahnetag erster GĂŒte. Franz Brungs, zu Saisonbeginn von Mönchengladbach an den Borsigplatz gewechselt, personifizierte mit drei Treffern binnen zwölf Minuten die Gala seines BVB.â
Es folgten im Viertelfinale im MĂ€rz 1964 das Ausschalten der Mannschaft von Josef Masopust, Dukla Prag, und somit der Einzug in das Halbfinale, wo es im April gegen Inter Mailand ging. Durch einen 2:0-Heimerfolg zog Inter nach dem 2:2-Remis in Dortmund in das Finale ein, Dortmund hatte sich aber in Europa einen Namen gemacht. FĂŒr Tilkowski hatten die europĂ€ischen Spiele den Nebeneffekt, dass sich Bundestrainer Herberger um GesprĂ€che bemĂŒhte,cite-ref-19[19] wobei es um das Comeback des Dortmunders in der Nationalmannschaft ging, der seit der ĂŒberraschenden NichtberĂŒcksichtigung bei der Weltmeisterschaft 1962 in Chile nicht mehr dem DFB-Kader angehört hatte. Der Dortmunder TorhĂŒter kam dem Bundestrainer entgegen und feierte bei einer Nordafrikafahrt zum Jahreswechsel 1963/1964 am 1. Januar in Algier gegen Algerien seine RĂŒckkehr in die Nationalmannschaft.
Im zweiten Bundesligajahr 1964/65 brach sich Tilkowski am 19. Dezember 1964 bei der 0:2-Niederlage gegen Hannover 96 in den Schlussminuten das SchlĂŒsselbein und kehrte erst am Schlusstag, dem 15. Mai 1965, beim 2:2-Heimremis gegen den 1. FC Köln wieder in das Tor zurĂŒck. Durch die Verletzungspause musste er sich in dieser Saison mit 17 Bundesligaspielen begnĂŒgen, Dortmund belegte den dritten Rang. Konkurrent Wessel (13 BundesligaeinsĂ€tze) war deshalb auch im DFB-Pokal bis zum Halbfinale am 17. April 1965 gegen den 1. FC NĂŒrnberg sein Vertreter. Beim mit 2:0 gewonnenen Endspiel am 22. Mai 1965 in Hannover gegen Alemannia Aachen stand die Dortmunder Nummer eins dagegen wieder im Tor.
Die dritte Bundesligasaison, 1965/66, begann fĂŒr den als âPrototyp des besonnenen Schlussmannsâ und âMeister des Stellungsspielsâcite-ref-20[20] geltenden Tilkowski in Dortmund unter dem neuen Trainer Willi Multhaup. Im vollbesetzten Dortmunder Stadion Rote Erde wurde er am 2. Oktober 1965 vor dem Heimspiel gegen den Hamburger SV als Spieler des Jahres mit dem Goldenen FuĂball ausgezeichnet. Zum ersten Mal wurde damit ein TorhĂŒter bei dieser seit 1960 durchgefĂŒhrten Wahl geehrt. Uwe Seeler, der KapitĂ€n der Nationalmannschaft und TorschĂŒtze des Siegtreffers sechs Tage zuvor beim 2:1-Sieg im WM-Qualifikationsspiel in Stockholm gegen Schweden, ĂŒberreichte den Pokal und vom Kicker-Chefredakteur kam noch der Goldene Ehrenring hinzu. In der Bundesliga entwickelte sich zwischen den zwei MĂŒnchner Clubs des FC Bayern und TSV 1860 und Dortmund ein Dreikampf um die Meisterschaft. Beim Rennen um den Titel machte sich in der entscheidenden Phase der RĂŒckrunde der Erfolg des BVB im Europapokal der Pokalsieger als Zusatzbelastung bemerkbar. Die Halbfinalspiele im Europapokal am 5. und 13. April 1966 gegen den Titelverteidiger West Ham United â mit Bobby Moore, Martin Peters, Geoff Hurst â sowie auch das Finalspiel am 5. Mai in Glasgow gegen den FC Liverpool â mit Peter Thompson, Roger Hunt, Ian St. John, Tommy Smith und Ian Callaghan im Angriff â zehrten an den physischen wie auch mentalen Kraftreserven. Zwar entschied Reinhard Libuda in der 107. Spielminute mit einer âBogenlampeâ zum 2:1 das Endspiel in Glasgow, aber danach war Dortmund in der Bundesliga am Ende. Die letzten drei Pflichtspiele in der Liga verlor Dortmund und damit auch das Rennen um die Meisterschaft. Gemeinsam mit Dieter Kurrat und TorjĂ€ger Lothar Emmerich absolvierte der 30-jĂ€hrige Tilkowski alle 34 Rundenspiele in der Bundesliga und kam punktgleich mit Bayern MĂŒnchen auf den 2. Platz, drei Punkte hinter dem neuen Meister 1860 MĂŒnchen. Die Saison war aber fĂŒr Tilkowski damit noch nicht zu Ende, vom 11. bis 30. Juli fand die Weltmeisterschaft 1966 in England statt. Mit Trainer Helmut Schön und seinem StammtorhĂŒter Hans Tilkowski zog die deutsche Elf in das Finale gegen den Gastgeber England ein und verlor in der VerlĂ€ngerung mit 2:4 Toren. Nicht nur durch das Wembley-Tor gehören die Wochen der Weltmeisterschaft 1966 zu den Höhepunkten der Spielerlaufbahn von Tilkowski.
Die Runde 1966/67 wurde zur letzten Saison des 39-fachen NationaltorhĂŒters bei Borussia Dortmund. Erfolgstrainer âFischkenâ Multhaup â zwischen Multhaup und Tilkowski hatte ein gegenseitiges VertrauensverhĂ€ltnis bestandencite-ref-21[21] â war ĂŒberraschend nach nur einer Runde nach Köln gewechselt und sein Nachfolger Heinz Murach â er war vor der Ăbernahme des Europapokalsiegers als Verbandstrainer beim FuĂballverband Niederrhein aktiv gewesen â setzte auf Bernhard Wessel im Tor. Nach dem 24. September 1966 â der 6. Spieltag mit dem AuswĂ€rtsspiel beim 1. FC NĂŒrnberg â saĂ Tilkowski bis zum 4. MĂ€rz 1967 auf der Ersatzbank und absolvierte lediglich neun Rundenspiele. Seinen letzten Auftritt im BVB-Dress hatte er am 15. April 1967 bei der 0:1-Niederlage beim VfB Stuttgart. Tilkowski beschrieb seine damalige Situation mit folgenden Worten:cite-ref-22[22]
âUnter Murach lerne ich alle Schattenseiten meines Metiers kennen. Mal spiele ich. Mal stehe ich auf einem Aschenplatz im Tor unserer Reserve. Mal sitze ich auf der TribĂŒne. Der Trainer spielt Jo-Jo mit mir.â
Im Borussia-Buch von Schulze-Marmeling âDer Ruhm, der Traum und das Geldâ wird dazu folgendes festgehalten:cite-ref-23[23]
âNach der Saison verlieĂ Hans Tilkowski den Verein in Richtung Frankfurter Eintracht, da er die Querelen mit Trainer Murach, der ihn wiederholt auf die Bank gesetzt hatte, satt hatte.â
Von 1963 bis 1967 hatte der knapp 32-JĂ€hrige fĂŒr Dortmund 81 Bundesliga- und 15 Europapokalspiele bestritten. Mit den Schwarz-Gelben hatte er 1965 den DFB-Pokal und 1966 den Europapokal gewonnen. In der Bundesliga belegte er mit Dortmund einmal den zweiten Platz (1966), zweimal den dritten (1965 und 1967) und einmal, 1964, als schlechteste Platzierung, den vierten Rang. Im Jahre 1966 wurde er zusammen mit der Mannschaft des BVB mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.cite-ref-24[24]
Unter Trainer Elek Schwartz war er 1967/68 mit 26 BundesligaeinsĂ€tzen StammtorhĂŒter der Eintracht und Frankfurt belegte den 6. Rang. Jungtrainer Erich Ribbeck setzte mit der BegrĂŒndung, âdass Tilkowski zu langsam geworden seiâ,cite-ref-referenceb-25-0[25] ab der Saison 1968/69 aber auf Peter Kunter im Eintracht-Tor und damit war nach weiteren 14 Bundesligapartien die Spielerkarriere des Ex-NationaltorhĂŒters beendet. Der vom Spielbetrieb âausgeschlosseneâ Routinier kĂŒmmerte sich bereits wĂ€hrend der Saison 1969/70 intensiv um seinen Werbeartikel-Vertrieb und bereitete sich parallel auf sein Trainer-Diplom an der Sporthochschule Köln vor. Nach insgesamt 219 Oberliga- und 121 Bundesligaspielen sowie 21 EuropacupeinsĂ€tzen endete im Sommer 1969 die 14-jĂ€hrige Spielerkarriere von Tilkowski im erstklassigen deutschen VereinsfuĂball.
Bei dem 33-JĂ€hrigen hatten die Strapazen von acht Jahren Oberliga- und sechs Jahren BundesligafuĂball zuzĂŒglich DFB-PokaleinsĂ€tzen, von internationalen Reisen und Spielen im Europapokal sowie von seit dem Jahr 1956 einhergehenden Berufungen in die diversen DFB-Teams in Verbindung mit Zusatztrainingseinheiten und Vorbereitungskursen zu Abnutzungserscheinungen gefĂŒhrt.
Nationalmannschaft, 1956 bis 1967
In seinem zweiten Jahr OberligafuĂball bei Westfalia Herne, 1956/57, wurde der 21-jĂ€hrige Westfale von Bundestrainer Herberger erstmals in Testspielen der DFB-Elf gegen Vereinsmannschaften, der B-Nationalmannschaft wie auch der Juniorenauswahl U 23 der Probe zur Eignung fĂŒr höhere Aufgaben unterzogen. Am 3. April 1957 debĂŒtierte der ebenso talentierte wie ehrgeizige TorhĂŒter beim LĂ€nderspiel in Amsterdam gegen die Niederlande in der A-Nationalmannschaft. Tilkowski gehörte als jĂŒngster Aspirant fĂŒr das Tor beim WM-Turnier 1958 in Schweden dem abschlieĂenden Lehrgang vom 12. bis 24. Mai in der Sportschule MĂŒnchen-GrĂŒnwald an, zusammen mit seinen Kontrahenten Fritz Herkenrath, Heinrich Kwiatkowski und GĂŒnter Sawitzki. Herberger nahm nach Schweden seine damalige Nummer eins aus Essen, Fritz Herkenrath, mit und ĂŒbertrug Kwiatkowski wiederum die Rolle des Ersatzmanns bei einer Weltmeisterschaft. Sawitzki stand auf Abruf bereit. Der JĂŒngste im Bunde, Hans Tilkowski, fiel den Herberger-Ausschlusskriterien der mangelnden internationalen Erfahrung und eines zu geringen Alters zum Opfer. Der Mann aus Herne akzeptierte die BegrĂŒndung des unanfechtbaren âWeisen aus Hohensachsenâ, arbeitete noch konzentrierter an seinem Torwartspiel und baute auf die Zeit nach der Weltmeisterschaft.
Mit dem ersten LĂ€nderspiel nach dem Weltmeisterschaftsturnier 1958 in Schweden, am 24. September 1958 in Kopenhagen gegen DĂ€nemark, verabschiedete sich Herkenrath nach 21 Berufungen aus der Nationalmannschaft. Als einen Monat danach, am 26. Oktober, die Revanche fĂŒr das mit 3:6 verlorene Spiel um den 3. Platz bei der WM 1958 in Paris gegen Frankreich ausgetragen wurde, hĂŒtete der Torwart von Westfalia Herne das deutsche Tor. Mit Toren von Helmut Rahn und Uwe Seeler erreichte das DFB-Team ein leistungsgerechtes 2:2-Remis. Die Equipe Tricolore war zwar im Angriff mit den WM-StĂŒrmern Just Fontaine, Roger Piantoni und Jean Vincent, aber ohne den ĂŒberragenden Spielmacher Raymond Kopa angetreten. In den folgenden 18 Monaten hielt der Bundestrainer an einer Konkurrenzsituation zwischen Sawitzki vom VfB Stuttgart und Tilkowski fest. Aber spĂ€testens mit Beginn der Saison 1960/61, in der auch die WM-Qualifikationsspiele gegen Nordirland und Griechenland ausgetragen wurden, war der Tormann mit dem âperfekten Stellungsspiel und enorm weiten AbschlĂ€genâcite-ref-26[26] die Nummer eins im GehĂ€use der Nationalmannschaft. âTilâ war in allen vier siegreichen Qualifikationsspielen gegen Nordirland und Griechenland der RĂŒckhalt der deutschen Mannschaft. Eine ĂŒberragende TorhĂŒterleistung lieferte er beim 3:0-Erfolg am 20. November 1960 in Athen ab. Er verhinderte in der 28. Spielminute mit einer Glanzparade den 1:1-Ausgleich der Gastgeber, als er einen von Horst Szymaniak verursachten Handelfmeter hielt. In der gesamten zweiten Halbzeit machte Griechenland Druck, konnte aber den souverĂ€n agierenden Tilkowski nicht ĂŒberwinden. Das letzte TestlĂ€nderspiel vor dem entscheidenden WM-Vorbereitungslehrgang vom 30. April bis 11. Mai 1962 in der Sportschule Schöneck fand am 11. April in Hamburg gegen Uruguay statt. Hierbei unterzog Bundestrainer Herberger das 20-jĂ€hrige TorhĂŒtertalent aus der 2. Liga SĂŒd von der TSG Ulm 1846, Wolfgang Fahrian, HSV-Verteidiger JĂŒrgen Kurbjuhn und den Schalker Angreifer Willi Koslowski der PrĂŒfung, ob sie reif fĂŒr die Nationalmannschaft waren, ob er sie fĂŒr eine Weltmeisterschaft nominieren könnte. Auch kehrte der routinierte Kölner Spielmacher Hans SchĂ€fer nach drei Jahren Pause in die Nationalmannschaft zurĂŒck. Der Test verlief gut, Deutschland gewann mit 3:0 Toren. In dem 24-köpfigen Vorbereitungslehrgang in Karlsruhe waren die drei TorhĂŒter Tilkowski, Sawitzki und Fahrian vertreten. Nach Abschluss des Lehrgangs nominierte Herberger sein 22-köpfiges WM-Aufgebot und verteilte bei den TorhĂŒtern die RĂŒckennummern 1 an Tilkowski, 21 an Sawitzki und 22 an das WM-âKĂŒkenâ Fahrian. Die Rangfolge im deutschen Tor fĂŒr das WM-Turnier in Chile war klar. Tilkowski flog als eindeutige Nummer eins nach SĂŒdamerika, Sawitzki war der erfahrene Stellvertreter und Fahrian das Talent mit der Aussicht fĂŒr die Zeit nach der Weltmeisterschaft. Die StĂ€rken des jungen Ulmers lagen in seiner Reaktionsschnelligkeit auf der Linie und seinen spektakulĂ€ren Flugparaden.cite-ref-27[27]
In der Unterkunft Escuela Militar âBernardo OâHigginsâ, einer abgeschirmten MilitĂ€rschule, ging schon vor dem Startspiel in Santiago die Stimmung im deutschen Lager verloren. Herberger beging mit der Nominierung des NachwuchstorhĂŒters Fahrian fĂŒr das Startspiel gegen Italien einen âBruch mit von ihm selbst hochgehaltenen Traditionen der Offenheit und ZuverlĂ€ssigkeitâ, hielt Leinemann in seiner Herberger-Biografie fest.cite-ref-28[28] Vom vielbeschworenen âGeist von Spiezâ war in Chile nichts mehr zu spĂŒren. Teamgeist, Harmonie, psychisches Gleichgewicht wurden zwar unentwegt beschworen, aber nicht gelebt. Herberger hatte selbst dazu beigetragen.cite-ref-29[29] Am Vorabend des ersten Vorrundenspiels gegen Italien teilt der Bundestrainer dem völlig konsternierten Tilkowski mit, âdass morgen gegen Italien Fahrian im Tor stehtâ.cite-ref-30[30] In einer Mischung aus EnttĂ€uschung und Zorn erklĂ€rte Tilkowski, zukĂŒnftig nicht mehr fĂŒr Deutschland zu spielen, und verlangte die AushĂ€ndigung seines Reisepasses sowie die Bereitstellung des RĂŒckflug-Tickets.cite-ref-31[31] Beides wurde ihm verweigert und so blieb er in Chile, aber auch bei seiner AnkĂŒndigung, nicht mehr in der Nationalmannschaft zu spielen. Dies traf zumindest bis zum 1. Januar 1964 zu, als er sich nach Anfrage von Herberger wieder zu GesprĂ€chen mit dem Bundestrainer bereiterklĂ€rte und sich schlieĂlich zu einem Comeback in der Nationalmannschaft bereitfand. Die ersten Worte nach anderthalb Jahren Sprachlosigkeit wechselten Tilkowski und Herberger beim Bankett im âRömischen Kaiserâ nach dem 5:0 im RĂŒckspiel am 4. Dezember 1963 im Europacup gegen Benfica Lissabon. Der Bundestrainer verabschiedete sich, trat auf den BVB-TorhĂŒter zu, erklĂ€rte den Grund seines frĂŒhen Aufbruchs und stellte die Frage: âHans, kann ich Sie in den nĂ€chsten Tagen mal anrufen?âcite-ref-32[32]
Nach seiner RĂŒckkehr in die Nationalelf am 1. Januar 1964 in Algier hĂŒtete Tilkowski auch bei den zwei Abschiedsspielen fĂŒr Bundestrainer Herberger am 12. Mai in Hannover gegen Schottland und am 7. Juni 1964 in Helsinki gegen Finnland das Tor der deutschen Auswahl. Am 20. Mai hatte er beim 75-jĂ€hrigen JubilĂ€um der Dansk Boldspil Union in Kopenhagen beim Spiel Nordeuropa gegen Europa in der zweiten Halbzeit Lew Jaschin beim 4:2-Erfolg im Tor der Europaauswahl abgelöst. Am 23. September gehörte er beim Spiel in Belgrad gegen Jugoslawien zum zweiten Mal der Europaauswahl an. Auch der Herberger-Nachfolger Helmut Schön vertraute beim WM-Qualifikationsspiel am 4. November 1964 in Berlin gegen Schweden Tilkowski im Tor der deutschen Auswahl. Es war das erste Spiel von Schön als verantwortlichem Bundestrainer. Als zum Saisonende 1964/65 die Nationalmannschaft in Rio de Janeiro ein Freundschaftsspiel mit 0:2 gegen den amtierenden Weltmeister Brasilien verlor, zeichnete sich dabei die deutsche Nummer eins mit einer herausragenden Leistung aus.cite-ref-33[33] PelĂ© kam nach dem Spiel auf den deutschen TorhĂŒter zu, umarmte ihn und gratulierte ihm zu seiner Leistung. Sie fĂŒhrte in der Presse zu Schlagzeilen wie âTilkowski, der Stern von Rioâ oder âTilkowski in Rio wie ein Held gefeiertâ.cite-ref-34[34]
Durch den Entscheidungsspielcharakter des QualifikationsrĂŒckspiels am 26. September 1965 in Stockholm gegen Schweden unterzog der neue Bundestrainer Schön seine Schweden-Aspiranten Tilkowski, Höttges, Szymaniak, Beckenbauer, Grosser und KrĂ€mer zuvor in einem B-LĂ€nderspiel am 1. September in Köln gegen die Sowjetunion einer internationalen BewĂ€hrungsprobe. Durch den 2:1-Erfolg am 26. September in Stockholm â Tilkowski bestritt dabei sein 27. A-LĂ€nderspiel â war die Entscheidung fĂŒr Deutschland gefallen, endgĂŒltige Klarheit brachte der 6:0-Sieg im November gegen Zypern in Nikosia. Deutschland war fĂŒr die Weltmeisterschaft 1966 in England qualifiziert und Tilkowski wollte endlich ein Weltmeisterschaftsturnier als LeistungstrĂ€ger bestreiten. Vor Nikosia hatte er beim 4:1-Erfolg am 9. Oktober in Stuttgart gegen Ăsterreich die deutsche Elf erstmals als KapitĂ€n aufs Feld gefĂŒhrt.
FĂŒr das WM-Turnier in England vom 11. bis 30. Juli 1966 wurden vom DFB die TorhĂŒter Tilkowski (Borussia Dortmund, 32 LĂ€nderspiele), Bernard (Werder Bremen, 4 LĂ€nderspiele) und Maier (Bayern MĂŒnchen, 1 LĂ€nderspiel) nominiert. Am Abend des 12. Juli, nach dem 5:0-Startsieg gegen die Schweiz, konnte der Dortmunder TorhĂŒter in guter Stimmung seinen 31. Geburtstag feiern. Deutschland setzte sich in der Gruppenphase gegen die Schweiz, Argentinien und Spanien durch, im Viertelfinale gegen Uruguay und zog durch einen 2:1-Erfolg im Halbfinale gegen die Sowjetunion in das Finale am 30. Juli gegen England ein. Tilkowski hĂŒtete in allen Spielen das Tor, er strahlte Ruhe und Sicherheit aus und war der erwartete RĂŒckhalt der Mannschaft. In seinem 38. LĂ€nderspiel â er schloss damit zum bisherigen RekordtorhĂŒter Hans Jakob auf â vor 96.924 Zuschauern im ausverkauften Wembley-Stadion stand er mit seinen DFB-Mannschaftskameraden im Endspiel der FuĂballweltmeisterschaft 1966. Es endete mit einem 4:2-Erfolg nach VerlĂ€ngerung fĂŒr den Gastgeber und brachte in der 101. Minute die Szene, die WM-Geschichte schrieb. Geoff Hurst knallte eine Flanke gegen die Querlatte, der aufspringende Ball wurde von Wolfgang Weber ins Toraus geköpft. Schiedsrichter Gottfried Dienst entschied nach Befragung des Linienrichters Tofiq BÉhramov auf Tor. Dem Vizeweltmeister Deutschland gebĂŒhrte Anerkennung fĂŒr seinen groĂartigen Beitrag zu einem der spannendsten und ausgeglichensten Endspiele der WM-Geschichte. Rudi Michel hielt dazu fest:cite-ref-35[35]
âBestehen bleibt die Legende um ihn und eine deutsche Mannschaft, die, auch ohne Titel, mit ihrer Leistung und ihrer Fairness damals nicht nur die Deutschen begeisterte.â
Ăber die Besonderheit der WM-Mannschaft von 1966 wird im WM-Buch des AGON-Sportverlags festgehalten:cite-ref-36[36]
âDas Team um Uwe Seeler, Helmut Haller, Hans Tilkowski und den jungen Beckenbauer war eine Mannschaft der wohlgenĂ€hrten Bundesrepublik, aber keine, die aus saturierten Stars bestand. Und noch etwas sehr Offensichtliches unterscheidet die Schön-Elf von 1966 von der 54er- und der 74er-Generation: Sie stand im WM-Finale, gewann aber nicht den Titel. Der Empfang bei der RĂŒckkehr allerdings war weltmeisterlich, und bei allen Diskussionen ĂŒber das dritte Tor der EnglĂ€nder waren sich die meisten Beobachter darin einig, dass die deutsche Mannschaft ein wĂŒrdiger Finalgegner gewesen war â und ein guter Verlierer. Darin ist die Generation von 1966 ein bis heute unerreichtes Vorbild.â
Mit seinem 39. LĂ€nderspiel, am 8. April 1967 in Dortmund gegen Albanien, verabschiedete sich Hans Tilkowski als neuer Rekordnationalspieler unter den TorhĂŒtern nach zehn Jahren aus der Nationalmannschaft.cite-ref-37[37]
Tilkowskis VorzĂŒge waren seine Gelassenheit und Ruhe, die seine SouverĂ€nitĂ€t ausmachten, und sein Stellungsspiel: Gefahren erkennen, den Spielverlauf vorausahnen, sich selbst in die richtige Position bringen, mit einer extremen Sprungkraft Flanken abfangen. Das waren seine StĂ€rken, die ihm die Schlagzeile âKönig des Stellungsspielsâcite-ref-referenceb-25-1[25] eingebracht hatten. Mitte der sechziger Jahre hatte er zweifellos den Höhepunkt seiner Karriere erreicht und war neben Lew Jaschin und Gordon Banks zu einem der ĂŒberragenden TorhĂŒter des Jahrzehnts herangewachsen.cite-ref-38[38]
Trainer
Die letzten Monate seiner Frankfurter Zeit nutzte Tilkowski, um an der Sporthochschule Köln sein Diplom als FuĂball-Lehrer zu erwerben.cite-ref-39[39] Am Ende des letzten von Hennes Weisweiler geleiteten Lehrganges bestand er die PrĂŒfung mit der Note eins als Jahrgangsbester. Hansi Wolff, Werder Bremens GeschĂ€ftsfĂŒhrer, machte ihm im MĂ€rz 1970 das Angebot, sofort bei Werder das Traineramt zu ĂŒbernehmen. Zwar stand er noch bis zum 30. Juni bei der Eintracht als Spieler unter Vertrag, doch Werder regelte diese Angelegenheit und Tilkowski ĂŒbernahm als Nachfolger von Fritz Rebell zum 17. MĂ€rz 1970 Werder Bremen in der FuĂball-Bundesliga. Werder belegte am Saisonende den 11. Rang. Tilkowski blieb nur bis Juni, da Bremen bereits Robert Gebhardt fĂŒr die neue Spielzeit 1970/71 verpflichtet hatte. Die nĂ€chste Trainerstation war der Bundesligaabsteiger TSV 1860 MĂŒnchen. Mit den finanziell angeschlagenen âLöwenâ belegte er 1971 den vierten und 1972 den dritten Rang in der zweitklassigen Regionalliga SĂŒd. Bereits in den Anfangswochen der Saison 1972/73, am 31. August 1972, kam das Aus fĂŒr den Trainer Tilkowski in MĂŒnchen, er wurde durch Elek Schwartz ersetzt.
Auf seine nĂ€chste Aufgabe musste er bis zur Saison 1973/74 warten. Dann verpflichtete ihn der damalige Regionalligist 1. FC NĂŒrnberg, den er im letzten Jahr der alten zweitklassigen Regionalliga auf den 2. Platz fĂŒhrte und damit in die Bundesliga-Aufstiegsrunde. Dort verfehlte er mit dem âClubâ nur wegen des schlechteren TorverhĂ€ltnisses gegenĂŒber der punktgleichen Braunschweiger Eintracht den Aufstieg in die Bundesliga. Am letzten Spieltag, dem 8. Juni 1974, verlor Tilkowski mit seiner Mannschaft gegen den 1. FC SaarbrĂŒcken beim 2:2-Remis den entscheidenden Punkt. âEine gute Club-Saison fand so ein tragisches Ende. Mit blendender Kondition und sehenswertem Tempo-FuĂball hatte die von Dieter NĂŒssing unermĂŒdlich zur Offensive angetriebene Mannschaft geglĂ€nzt, doch zuletzt war alles umsonst gewesen.âcite-ref-40[40] Im ersten Jahr der neu eingefĂŒhrten 2. FuĂball-Bundesliga, 1974/75, belegte NĂŒrnberg den 6. Rang. Im zweiten Jahr, 1975/76, landete Tilkowski mit den Franken auf dem 2. Rang und konnte gegen den Nordvize, Borussia Dortmund, zwei Entscheidungsspiele um den Aufstieg in die Bundesliga bestreiten. Die Schwarz-Gelben, die sich in beiden Spielen durchsetzten, in NĂŒrnberg mit einem 1:0 und in Dortmund vor 53.700 Zuschauern mit einem 3:2-Heimerfolg, kehrten somit wieder in die Bundesliga zurĂŒck. Nach drei Jahren verlieĂ Tilkowski den Valznerweiher und kehrte 1976 zu Werder Bremen zurĂŒck. Im ersten Jahr, 1976/77, fĂŒhrte er die Hanseaten auf einen Mittelfeldplatz. Inmitten der zweiten Saison â am 19. Dezember 1977 â verlieĂ Tilkowski die Mannschaft keine 24 Stunden vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale, nachdem ein namentlich nicht bekannter Spieler ihm, entgegen der mannschaftsinternen Absprache, das Ergebnis einer Spielerabstimmung mitgeteilt hatte, bei der sich drei Viertel der Spieler gegen Tilkowskis Verbleib ausgesprochen hatten.cite-ref-41[41] Da auch der Vorstand informiert war, wĂ€hnte sich Tilkowski als Opfer einer Intrige und nahm seinen Hut, wobei er in Kauf nahm, ausstehende GehĂ€lter nicht zu erhalten.cite-ref-42[42]
Bereits am 22. Februar 1978 war er beim abstiegsgefĂ€hrdeten 1. FC SaarbrĂŒcken wieder als Cheftrainer tĂ€tig. Sein Versuch, den Bundesliga-Klassenerhalt zu schaffen, scheiterte aber; SaarbrĂŒcken stieg mit 22:46 Punkten in die 2. Bundesliga ab. AnschlieĂend trennten sich die Wege der beiden Parteien. 1981 kam es nochmals zu einem Comeback auf dem Trainerstuhl, als der griechische Klub AEK Athen Tilkowski lockte. Nach neun Monaten beendete er dort seine letzte Trainerstation. In seiner Biografie hielt er fest:cite-ref-43[43]
âDer bezahlte FuĂball ist nicht mehr meine Welt. Zunehmend stĂ€rker dominiert das Geld alle Entscheidungen, und bei vielen Spielern klafft die Schere zwischen den finanziellen AnsprĂŒchen und der Leistungsbereitschaft immer weiter auseinander. In diesem Gewerbe, das ist mir bewusst geworden, hole ich mir MagengeschwĂŒre, weil ich zu viel von dem hinunterschlucken muss, was mir auf der Zunge liegt. Und wenn ich es herauslasse, wie es meinem Naturell entspricht, bin ich ohnehin der Dumme.â
Neben dem Sportplatz
Nachdem er 1982 sein Wanderleben als Trainer beendet hatte, spielte er zunĂ€chst im Prominenten-Team von Uwe Seeler fĂŒr wohltĂ€tige Zwecke. Danach war er fast zehn Jahre im Stuttgarter Raum in gleicher Mission fĂŒr die Mannschaft der Toto-Lotto-Gesellschaft tĂ€tig. Sein letztes Spiel absolvierte er am 13. September 1996 in Bad Urach, wo er sich einen Anriss der Patellasehne zuzog. Danach begann er damit, selbst soziale Aktionen zu organisieren, wobei ihm seine Frau Luise â die Heirat mit der aus Alsenborn stammenden Mutter seiner drei Kinder Ralf, Uwe und Susanne fand im Juni 1959 statt â immer eine groĂe StĂŒtze war.cite-ref-44[44] Einer der Höhepunkte seiner Benefiz-AktivitĂ€ten fand am 13. Juni 1989 im Westfalenstadion in Dortmund mit einer Begegnung zwischen einer Ruhrgebiets-Auswahl und einer âWeltelfâ statt. Rund 300.000 Mark kamen dem Weltkinderhilfswerk UNICEF zugute.cite-ref-45[45] Am 17. Dezember 1997 schloss sich die 1. Benefiz-Gala im Spielcasino auf der Hohensyburg an. Der Reinerlös von 150.000 Mark floss an die Deutsche LeukĂ€mie-Forschungshilfe und an den Dortmunder Elterntreff leukĂ€mie- und tumorerkrankter Kinder e. V.cite-ref-46[46] Auch zu seinem 70. Geburtstag fĂŒhrte er eine Benefiz-Gala zugunsten internationaler Hilfsprojekte des Friedensdorfes Oberhausen durch. Tilkowski war der erste ehrenamtliche Botschafter der Hilfsorganisation Friedensdorf International. Er hatte das Ehrenamt 2003 ĂŒbernommen. Insgesamt spendeten seine GĂ€ste und Gratulanten zu seinem 70. Geburtstag 35.257,79 Euro.cite-ref-47[47]
Besonderes Lob erhielt Tilkowski im Jahr 2009 fĂŒr seine Rede als Gast in Aserbaidschan. AnlĂ€sslich der PrĂ€sentation einer neuen Skulptur vor dem Tofiq-BÉhramov-Stadion in Baku war Tilkowski offiziell eingeladen worden. Es war die Einweihung einer Bronzeplastik mit dem Abbild von Tofiq BÉhramov, jenem in Aserbaidschan sehr populĂ€ren Linienrichter, der 1966 in Wembley den Ball hinter der Linie gesehen hatte. Tilkowski stellte mit dem ersten Satz seines Vortrages klar, dass es keineswegs ein Tor gewesen sei, schaffte es dann aber mit rhetorischem Geschick, die Gastgeber nicht weiter zu verĂ€rgern. Er lobte stattdessen den angemessenen Kultstatus, den BÉhramov bei seinen Landsleuten genieĂt.
Hans Tilkowski wurde auf dem Alsenborner Friedhof in Enkenbach-Alsenborn beigesetzt.cite-ref-48[48]
Erfolge als Spieler
Verein
âą Europapokal der Pokalsieger mit Borussia Dortmund: 1966
âą Deutscher Pokalsieger mit Borussia Dortmund: 1965
âą Vizemeister mit Borussia Dortmund: 1966
Nationalmannschaft
Individuell
âą Deutschlands FuĂballer des Jahres: 1965
âą Einstufung als Weltklasse in der Rangliste des deutschen FuĂballs: Winter 1959/60, 1960, Winter 1964/65, Sommer 1965, Winter 1965/66, Sommer 1966
Erfolge als Trainer
âą Vizemeister in der Regionalliga SĂŒd und Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Bundesliga mit dem 1. FC NĂŒrnberg: 1974
âą Vizemeister in der 2. FuĂball-Bundesliga mit dem 1. FC NĂŒrnberg: 1976
Auszeichnungen und WĂŒrdigung
âą 1991: Bundesverdienstkreuz (am Bande)
âą 2008: Bundesverdienstkreuz (I. Klasse)
âą Am 14. Oktober 2008 wurde die Ganztags-Hauptschule an der NeustraĂe in Herne in Hans-Tilkowski-Schule umbenannt,cite-ref-49[49] die im Jahr 2012 den Schulsportpreis des Deutschen Olympischen Sportbundes erhielt.cite-ref-50[50] Seit 2017 befindet die Schule sich in der Edmund-Weber-StraĂe in Herne-Eickel.cite-ref-51[51]
âą Am 13. Juli 2014 wurde ein Neubau auf dem GelĂ€nde der Sportschule Kaiserau des FuĂball- und Leichtathletikverbandes Westfalen e. V. nach Tilkowski benannt
âą Ehrenplakette der Stadt Hernecite-ref-52[52]
âą Ausstellung im Stadtarchiv Herne: Hommage an Hans Tilkowski, Emschertal-Museum und Stadtarchiv Herne, 2020cite-ref-53[53]
Werke
⹠Und ewig fÀllt das Wembley-Tor. Die Geschichte meines Lebens. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2006, ISBN 3-89533-518-5.
âą Keine Angst vor scharfen SchĂŒssen. Copress, MĂŒnchen 1965, DNB 455071500.
Literatur
âą Christoph Bausenwein: Die letzten MĂ€nner. Zur Gattungsgeschichte und Seelenkunde der TorhĂŒter. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2003, ISBN 3-89533-425-1.
âą JĂŒrgen Bitter: Deutschlands FuĂball-Nationalspieler : das Lexikon. SVB Sportverlag, Berlin 1997, ISBN 3-328-00749-0.
âą Norbert Breuer: Der âStern von Rioâ und ⊠das Wembley-Tor. In: Der eingeweiĂte Sarotti-Mohr. Das Norbert Breuer-Lesebuch. JUWELEN â der Verlag, Tönisvorst 2016, ISBN 978-3-945822-80-7.
âą B. F. Hoffmann: Die legendĂ€ren WM-TorhĂŒter. Ein Lexikon. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2005, ISBN 3-89533-498-7.
âą Heinrich Peuckmann: Die Helden aus dem FuĂball-Westen. Geschichten â Legenden â Anekdoten. Aschendorff-Verlag, MĂŒnster 2001, ISBN 3-402-06480-4.
âą Ralf Piorr (Hrsg.): Viel mehr als nur ein Spiel. 100 Jahre SC Westfalia 04 Herne. FRISCH-Texte Verlag, Herne 2004, ISBN 3-933059-38-0.
Weblinks
Commons
: Hans Tilkowski
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą Literatur von und ĂŒber Hans Tilkowski im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⹠Hans Tilkowski im Interview »Es gab keine Effekthascherei« auf 11freunde.de
Einzelnachweise
cite-note-11. â Borussia Dortmund trauert um Hans Tilkowski. In: Offizieller Twitter-Account des BVB. 6. Januar 2020, abgerufen am 6. Januar 2020.
cite-note-22. â B. F. Hoffmann: Die legendĂ€ren WM-TorhĂŒter. S. 198.
cite-note-33. â Tilkowski: Und ewig fĂ€llt das Wembley-Tor. S. 28.
cite-note-44. â Tilkowski: Und ewig fĂ€llt das Wembley-Tor. S. 35.
cite-note-referencea-55. â Tilkowski: Und ewig fĂ€llt das Wembley-Tor. S. 38.
cite-note-66. â Tilkowski: Und ewig fĂ€llt das Wembley-Tor. S. 40.
cite-note-77. â Tilkowski: Und ewig fĂ€llt das Wembley-Tor. S. 44.
cite-note-88. â Tilkowski: Und ewig fĂ€llt das Wembley-Tor. S. 52.
cite-note-effekt-99. â »Es gab keine Effekthascherei«, 11freunde.de vom 2. Februar 2009.
cite-note-1010. â Tilkowski: Und ewig fĂ€llt das Wembley-Tor. S. 46.
cite-note-1111. â Ralf Piorr (Hrsg.): Viel mehr als nur ein Spiel. 100 Jahre SC Westfalia 04 Herne. S. 229.
cite-note-1212. â Ralf Piorr (Hrsg.): Viel mehr als nur ein Spiel. 100 Jahre SC Westfalia 04 Herne. S. 230.
cite-note-1313. â Sport-Magazin. Olympia-Verlag. NĂŒrnberg 1960. Nr. 14/A, 28. MĂ€rz 1960. S. 14
cite-note-1414. â Tilkowski: Und ewig fĂ€llt das Wembley-Tor. S. 49.
cite-note-1515. â Tilkowski: Und ewig fĂ€llt das Wembley-Tor. S. 50.
cite-note-1616. â Matthias Arnhold: Hans Tilkowski â Matches and Goals in Bundesliga. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation, 2. Mai 2013, abgerufen am 4. Juli 2013.
cite-note-1717. â Tilkowski: Und ewig fĂ€llt das Wembley-Tor. S. 91.
cite-note-1818. â Matthias Weinrich: Der Europapokal. Band 1: 1955 bis 1974. AGON Sportverlag, Kassel 2007, ISBN 978-3-89784-252-6, S. 154.
cite-note-1919. â Peuckmann: Die Helden aus dem FuĂball-Westen, S. 104.
cite-note-2020. â JĂŒrgen Bitter: Deutschlands FuĂball-Nationalspieler : das Lexikon. SVB Sportverlag, Berlin 1997, ISBN 3-328-00749-0, S. 498.
cite-note-2121. â Tilkowski: Und ewig fĂ€llt das Wembley-Tor. S. 124.
cite-note-2222. â Tilkowski: Und ewig fĂ€llt das Wembley-Tor. S. 179 f.
cite-note-2323. â Dietrich Schulze-Marmeling, Werner Steffen: Borussia Dortmund. Der Ruhm, der Traum und das Geld. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 1994, ISBN 3-89533-110-4, S. 120/121.
cite-note-2424. â BT-Drucksache 7/1040, Seite 59, abgerufen am 8. Februar 2017 (pdf)
cite-note-referenceb-2525. â B.F. Hoffmann: Die legendĂ€ren WM-TorhĂŒter. S. 199.
cite-note-2626. â B.F. Hoffmann: Die legendĂ€ren WM-TorhĂŒter. S. 198.
cite-note-2727. â Hans Tilkowski: Und ewig fĂ€llt das Wembley-Tor. S. 81.
cite-note-2828. â JĂŒrgen Leinemann: Sepp Herberger. Ein Leben, eine Legende. Rowohlt, Berlin 1997, ISBN 3-87134-285-8, S. 412.
cite-note-2929. â JĂŒrgen Leinemann: Sepp Herberger. Ein Leben, eine Legende. Rowohlt, Berlin 1997, ISBN 3-87134-285-8, S. 411.
cite-note-3030. â Hans Tilkowski: Und ewig fĂ€llt das Wembley-Tor. S. 83.
cite-note-3131. â Hans Tilkowski: Und ewig fĂ€llt das Wembley-Tor. S. 84.
cite-note-3232. â Tilkowski: Und ewig fĂ€llt das Wembley-Tor. S. 95.
cite-note-3333. â Hofmann: Die legendĂ€ren WM-TorhĂŒter. S. 198.
cite-note-3434. â Tilkowski: Und ewig fĂ€llt das Wembley-Tor. S. 112.
cite-note-3535. â Tilkowski: Und ewig fĂ€llt das Wembley-Tor. S. 9.
cite-note-3636. â Olaf Edig, Daniel Meuren, Nicole Selmer: FuĂballweltmeisterschaft 1966 England (= AGON WM-Geschichte, Band 8). AGON Sportverlag, Kassel 2006, ISBN 3-89784-208-4, S. 9.
cite-note-3737. â Matthias Arnhold: Hans Tilkowski â International Appearances. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation, 3. Oktober 2004, abgerufen am 4. Juli 2013 (englisch).
cite-note-3838. â Ralf Piorr: Viel mehr als nur ein Spiel. 100 Jahre SC Westfalia 04 Herne. S. 232.
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